
Wenn ein Eigentümer in deiner Stadt „Immobilienmakler" googelt, sieht er als Erstes das Local Pack — drei Unternehmen auf einer Karte, direkt über den organischen Ergebnissen. Wenn du dort nicht stehst, existierst du für diesen Eigentümer nicht. Kein Klick, kein Anruf, kein Mandat.
Das Google Business Profil (früher Google My Business) ist der direkteste Weg ins Local Pack. Es kostet nichts, läuft 24/7 und funktioniert genau für die Suchanfragen, die dir Alleinaufträge bringen: lokal, intent-stark, conversionsnah.
Die meisten Makler haben ein Profil — aber es ist halbfertig, veraltet oder falsch kategorisiert. Hier sind die 5 Schritte, die den Unterschied machen zwischen „existiert bei Google" und „steht im Local Pack".
Viele Makler haben bereits einen Eintrag, weil Google automatisch Brancheneinträge aus Verzeichnissen erstellt. Prüfe zuerst, ob ein ungeclaimtes Profil für deine Adresse existiert, bevor du ein neues anlegst. Doppelte Profile verwirren Google und schaden deinem Ranking.
Gehe auf google.com/business, suche nach deinem Firmennamen und beanspruche den Eintrag. Wenn keiner existiert, erstelle einen neuen mit exakt derselben Adresse, die auf deiner Website steht — nicht die Adresse des Büros, falls du von zu Hause arbeitest, sondern die offizielle Geschäftsadresse.
Was die meisten falsch machen: Sie verwenden eine Postfachadresse, eine Privatadresse ohne Sichtbarkeit, oder eine Adresse, die nicht mit der Website übereinstimmt. Google gleicht die Adressen ab. Stimmt die Geschäftsadresse auf dem GBP nicht mit der auf der Website überein, verlierst du Ranking-Punkte.
Die Hauptkategorie bestimmt, bei welchen Suchanfragen dein Profil auftaucht. Sie ist der wichtigste einzelne Faktor im Local-Pack-Ranking — mehr als Bewertungen, mehr als Fotos, mehr als Posts.
Für Immobilienmakler lautet die richtige Hauptkategorie: Immobilienmakler (englisch: Real Estate Agent). Nicht „Immobilienverwaltung", nicht „Immobilienbewertung", nicht „Grundstücksvermittlung". Diese sind verwandt, aber sie ranken für andere Suchanfragen.
Nebenkategorien ergänzen das Profil, aber übertreibe es nicht. Zwei bis drei reichen:
Was nicht funktioniert: 15 Nebenklassen, in der Hoffnung, bei mehr Suchanfragen aufzutauchen. Google ignoriert irrelevante Kategorien oder straft sie ab. Weniger, aber präzise.
Ein vollständiges Profil rankt besser als ein halbfertiges. Das ist keine Vermutung, sondern eine der konsistentesten Beobachtungen in der Local-SEO-Praxis: Google belohnt Profile, die alle Felder ausfüllen, mit besseren Positionen.
Diese Felder sind Pflicht:
Was die meisten vergessen: Der Bereich „Dienstleistungen" und „Produkte". Trage hier deine konkreten Leistungen ein — „Hausverkauf begleiten", „Wohnung vermarkten", „Immobilienbewertung erstellen". Jede Dienstleistung ist eine zusätzliche Möglichkeit, bei spezifischen Suchanfragen aufzutauchen.
Ein statisches Profil verliert an Ranking. Google will sehen, dass dein Unternehmen aktiv ist. Drei Hebel halten dein Profil frisch:
Lade mindestens 10 Fotos hoch: Büro, Team, Bauschilder, verkaufte Objekte (mit Erlaubnis), Umgebungsaufnahmen deiner Stadt. Profile mit Fotos erhalten deutlich mehr Klicks und Anfragen als Profile ohne. Aktualisiere mindestens einmal im Monat ein neues Bild.
GBP-Posts sind kurze Updates, die auf deinem Profil erscheinen — wie Mini-Beiträge. Nutze sie für:
Posts verschwinden nach 7 Tagen. Plane einen Post pro Woche — das signalisiert Google kontinuierliche Aktivität und gibt Eigentümern, die dein Profil besuchen, einen Grund, dich zu kontaktieren.
Der Q&A-Bereich auf deinem Profil erlaubt es Nutzern, Fragen zu stellen — und du kannst sie beantworten. Der Trick: Du kannst die Fragen selbst stellen und selbst beantworten. Das ist nicht nur erlaubt, sondern empfohlen.
Lege 3–5 häufige Fragen an:
Jede beantwortete Frage ist zusätzlicher Content auf deinem Profil, der bei Long-Tail-Suchanfragen indexiert wird.
Bewertungen sind der zweitwichtigste Ranking-Faktor nach der Hauptkategorie. Und sie sind der Faktor, den Eigentümer am deutlichsten sehen: 4,8 Sterne bei 47 Bewertungen schlägt 5,0 Sterne bei 3 Bewertungen — sowohl bei Google als auch bei Eigentümern.
Die meisten Makler sammeln Bewertungen zufällig: Wenn ein Kunde sie lobt, bitten sie um eine Bewertung. Das funktioniert, aber langsam. Systematisch bedeutet:
Was nicht funktioniert: Bewertungskäufe, Reviews von Verwandten, oder 10 Bewertungen in einer Woche nach 2 Jahren Stille. Google erkennt unnatürliche Muster und straft sie ab. Konstant 2–3 Bewertungen pro Monat sind besser als 15 auf einmal.
Detaillierte Strategien findest du im Artikel Google Bewertungen für Immobilienmakler.
Das GBP liefert eigene Analyse-Daten unter „Leistung" → Insights. Drei Metriken sind für Makler relevant:
Prüfe die Insights einmal im Monat. Wenn die Suchanfragen steigen, arbeitet dein Profil. Wenn die Klicks ausbleiben, obwohl Suchanzeigen steigen, liegt das Problem bei Fotos, Beschreibung oder Bewertungen.
Das Google Business Profil bringt dich ins Local Pack. Aber was passiert, wenn der Eigentümer auf dein Profil klickt und dann auf deine Website? Wenn deine Landingpage nicht konvertiert, war die Local-SEO-Arbeit umsonst. Wenn du lokale Landingpages baust und systematisch Bewertungen sammelst, hast du das komplette System. GBP allein ist der Anfang — aber ein Anfang, den 80% der Makler nicht richtig machen.
Ja, das Google Business Profil ist vollständig kostenlos. Du kannst dein Profil erstellen, verwalten und Posts veröffentlichen, ohne dass Kosten entstehen. Google bietet optional bezahlte Werbeanzeigen innerhalb des Profils an, aber diese sind für das Local-Pack-Ranking nicht notwendig.
Mit einem vollständig ausgefüllten Profil, der richtigen Hauptkategorie und 10–20 Bewertungen kannst du in 2–4 Monaten im Local Pack stehen — in kleineren Städten oft schneller, in Großstädten mit viel Konkurrenz länger. Der entscheidende Faktor ist nicht das Profil allein, sondern die Kombination aus Profil, Website-Lokalbezug und Bewertungen.
Keiner. Google My Business wurde 2022 in Google Business Profil umbenannt. Die Funktionen sind im Wesentlichen dieselben, die Verwaltung läuft jetzt direkt über Google Search und Google Maps statt über eine separate Oberfläche.
Ja. Google Ads bringt dir sofortige Sichtbarkeit, aber du zahlst pro Klick. Das GBP bringt dir organische Sichtbarkeit, die dauerhaft läuft, ohne dass du budgetierst. Beide ergänzen sich: Ads für den sofortigen Start, GBP für den langfristigen Aufbau. Wenn du das GBP ignorierst, zahlst du langfristig mehr für Ads, weil dir die kostenlose Sichtbarkeit fehlt.
Ja, aber du musst deine Geschäftsadresse angeben — nicht deine Privatadresse, wenn du keine Kunden dort empfängst. Wenn du von zu Hause arbeitest, kannst du einen Servicebereich definieren, ohne deine Privatadresse öffentlich zu zeigen. Wähle „Servicebereich" statt „Adresse" und trage die Städte ein, in denen du arbeitest.
Das Google Business Profil kostet nichts, läuft 24/7 und bringt dich genau dorthin, wo Eigentümer suchen: ins Local Pack. Die 5 Schritte in diesem Artikel sind kein Geheimnis — aber die meisten Makler machen 3 davon falsch. Falsche Kategorie, unvollständiges Profil, keine Posts. Wer diese Fehler behebt, hat einen klaren Vorteil in seiner Stadt.
Das GBP allein reicht nicht, um Mandate zu gewinnen. Aber ohne GBP fehlt dir die Basis deiner lokalen Sichtbarkeit. Und während du an deiner Website, deinen Meta Ads und deinem Follow-Up arbeitest, läuft das GBP im Hintergrund und bringt Eigentümer an deine Tür — kostenlos, jeden Tag.
